Moderne Organisation ist Natur pur

Denkbar einfach: Mit uns gelingt Veränderung
19. September 2017

Die Welt ver­än­dert sich und mit ihr die Art, wie und wor­an wir zusam­men­ar­bei­ten. Und mit der Ver­än­de­rung brau­chen wir auch neue orga­ni­sa­to­ri­sche Lösun­gen, mit denen wir die Qua­li­tät unse­rer Zusam­men­ar­beit auf­recht­erhal­ten. Nicht sel­ten schei­tern wir dabei.

Wel­che Kar­di­nal­feh­ler kön­nen wir bege­hen? Die bis­he­ri­ge Lösung funk­tio­niert nicht mehr, die Miss­ver­ständ­nis­se häu­fen sich und jeder beginnt, sich auf sei­ne Art zu hel­fen. Wir bemer­ken das und rufen ein­fach nach einer Auto­ma­ti­sie­rung, ein digi­ta­ler Stan­dard wird es schon rich­ten. Es ist offen­sicht­lich, dass wir hier­mit ledig­lich den Schmerz lin­dern und das Nicht-Effektive effi­zi­en­ter erle­di­gen kön­nen. Grund­sätz­li­che Abhil­fe wird uns das nicht verschaffen.

Zwei­tens kön­nen wir gemein­sam einen der vie­len gang­ba­ren neu­en Wege defi­nie­ren. Wir wäh­len ihn aus und sagen, „jep, das ist es.“ Dann beginnt das Pro­blem: wir tra­gen ger­ne allen Beden­ken Rech­nung und schät­zen zudem die Krea­ti­vi­tät der übri­gen Betei­lig­ten, die vor­schla­gen „wir könn­ten auch noch…“. Damit bas­teln wir uns zügig in Rich­tung Per­fek­ti­on, wes­halb wir auch Vie­les fin­den, was vor einer Ein­füh­rung noch getan wer­den muss.

Im bes­ten Fall gerät nun die Lösung bereits vor ihrer Ein­füh­rung in Ver­ges­sen­heit. Im schlimms­ten Fall füh­ren wir sie mit Schwung ein, erle­ben aber nach zwei bis drei Anwen­dun­gen, dass die Zahl der Nut­zer rasant abbrö­ckelt, weil die Lösung so kom­pli­ziert ist, dass die Betei­lig­ten sie sich nicht mer­ken kön­nen oder wol­len oder sie schlicht­weg Mehr­auf­wand ver­ur­sacht. Mit dem Abbrö­ckeln set­zen die Beschwer­den ein, „war­um der und ich nicht…?“, gefolgt von Apel­len („wir for­dern zur Ein­hal­tung auf!“), der Benen­nung von Wäch­tern oder Gärt­nern, die der Ein­hal­tung mit einer gehö­ri­gen Por­ti­on Kon­trol­le nach­zu­hel­fen ver­su­chen. Manch­mal dro­hen wir dann sogar mit dis­zi­pli­na­ri­schen Konsequenzen.

In der Regel erreicht die Unzu­frie­den­heit irgend­wann das Ohr des Chefs, der dem Spuk dadurch ein Ende setzt, dass er das abwei­chen­de Ver­hal­ten tole­riert, womit der Frie­den wie­der­her­ge­stellt und der Lösung end­gül­tig die Legi­ti­ma­ti­on ent­zo­gen ist. Nicht sel­ten suchen wir dann Schul­di­ge, den Bera­ter, die Metho­de oder die App, schlie­ßen unse­ren Frie­den mit dem Dahin­schei­den der gut gemein­ten Ver­än­de­rung und arbei­ten wie vor­her auf unse­re Wei­se wei­ter. Dann sagen wir ger­ne „das und das funk­tio­niert nicht“. Falls wir beschei­den sind, ergän­zen wir noch „bei uns“. Was scha­de ist, denn eigent­lich haben wir nur nicht dar­auf geach­tet, die Akzep­tanz der Lösung im Auge zu behalten.

Denn orga­ni­sa­to­ri­sche Lösun­gen müs­sen vor allem ein­fach (zu mer­ken und anzu­wen­den), uni­ver­sell (funk­tio­niert ohne Aus­nah­me), natür­lich (im Sin­ne von mensch­lich geüb­ten Ver­hal­tens­wei­sen ent­spre­chend) und im bes­ten Fall arbeits­neu­tral oder sogar vor­teil­haft für den Anwen­der sein. Ob eine orga­ni­sa­to­ri­sche Lösung die­se Kri­te­ri­en erfüllt, sieht man dann ganz ein­fach dar­an, dass sie von allen ein­ge­setzt wird, ohne zu meckern, ohne „work­arounds“ her­um zu bau­en oder Zusatz­lö­sun­gen (z.B. in Excel) zu nut­zen. Nur in die­sem Fall haben wir tat­säch­lich eine funk­tio­nie­ren­de Lösung gefun­den, die eine Über­le­bens­chan­ce hat.

So haben wir vor kur­zem bei einem unse­rer Kun­den eine täg­li­che Infor­ma­ti­ons­run­de aller Mit­ar­bei­ter ein­ge­führt. Die Skep­sis war groß: „haben wir schon­mal gehabt und ein­ge­stellt, weil…“. Von der Not­wen­dig­keit über­zeugt, haben wir eine neue Lösung ent­wor­fen und alles For­mel­le, Per­fek­te oder irgend­wie Hin­der­li­che weg­ge­las­sen. Zudem haben wir eine Por­ti­on Abwechs­lung und Humor ein­ge­baut. Jetzt funk­tio­niert sie wie ein spon­ta­nes Gespräch in der Kaf­fee­kü­che, nur mit allen. Und damit ist sie rele­vant, span­nend und kurz und wird von allen Mit­ar­bei­tern geschätzt.

Mit stei­gen­dem Druck und dem gewohn­ten Kom­fort der Apps, die wir pri­vat nut­zen, wer­den unse­re Mit­ar­bei­ter immer sen­si­bler für die Qua­li­tät orga­ni­sa­to­ri­scher Lösun­gen. Statt Bench­marks oder Stan­dards zu kopie­ren, wird es immer mehr dar­auf ankom­men, sorg­fäl­tig nach­zu­den­ken und indi­vi­du­ell wirk­lich akzep­tier­te Lösun­gen zu ent­wi­ckeln. Und das bedeu­tet ins­be­son­de­re zurück zur (mensch­li­chen) Natur.

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